Mikow-Lumne

Ein Auto ist kein Spielzeug

Nun ist der Richter im Prozess gegen die Ku-Damm-Raser erneut zu dem Urteil gekommen, der von Hamdi H. Und Marvin N. verursachte Unfall, bei dem ein Mensch ums Leben kam, ist als Mord zu bewerten. Ich kann das nur begrüßen. Ein Auto ist kein Spielzeug. Es beherbergt Kräfte unter seiner Motorhaube, mit denen verantwortungsbewusst umgegangen werden muss – zur eigenen Sicherheit und der der anderen Verkehrsteilnehmer. Wer der Meinung ist, Rambo auf den Straßen spielen zu können muss in seine Schranken gewiesen werden. Das Urteil wird allen Rasern hoffentlich eine Warnung sein. Darüber hinaus sollten die Fahrzeuge, die für solche illegalen Autorennen benutzt werden ersatzlos beschlagnahmt und für einen guten Zweck versteigert werden. Ein lebenslanger Führerscheinentzug versteht sich dabei von selbst.

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Die Verantwortung der YouTuber

Die Jagd nach Followern hinterlässt offenbar Löcher im Gehirn, legt zumindest einige der grauen Zellen lahm, deren ursprüngliches Vorhandensein ich einfach mal voraussetze. Wie sonst ist es zu erklären, das sich zwei Influencer in aller Öffentlichkeit streiten und dann zu einem Treffen aufrufen. Sich hinterher hinstellen und den ahnungslosen Hasen spielen klingt da wohl mehr als unglaubwürdig. Was dachten diese beiden was vor dem Hintergrund des Streites passiert, wenn die jeweiligen Sympathisanten im echten Leben aufeinander treffen? Gemeinsam Kuchen essen? Die Fahrlässigkeit solcher YouTuber ist gefährlich. Für ihre Follower, für sie selbst und im aktuellen Fall auch für die unbeteiligten Menschen auf dem Alexanderplatz, der einmal mehr unbedacht in die schlechten Schlagzeilen geriet. Aus großer Stärke erwächst große Verantwortung. Das sollte jeder wissen, der öffentlich agiert. Wer Szenerien, wie am Donnerstag auf dem Alex initiiert, muss auch für die Folgen gerade stehen: Finanziell und im Fall des Falles auch mit der Sperrung seines YouTube-Accounts.

Urheberrecht und Uploadfilter

Warum ist unsere Gesellschaft nur so wahnsinnig darauf aus, alles und jedes so kompliziert wie möglich zu machen? Selbst für den Kauf eines Fernsehgerätes muss der Verbraucher fast ein Studium absolviert haben, weil er mit so vielen Informationen in unzähligen Abkürzungen, Codierungen und Sprachen einfach überschüttet wird. Schaltet man den PC an, beginnt die Odyssee der Updates in deren Folge man oftmals von einer Webseite zur nächsten weiter geleitet wird, Cookies erlauben muss oder sonstige Hürden den Arbeitsfluss hinauszögern. Zur eigentlichen Arbeit am PC kommt man dann kaum noch. Neuerdings die Bremse durch den Datenschutz und jetzt noch ein Uploadfilter und die Änderungen im Urheberrecht. Mal ehrlich, es geht einfacher. Jeder Mensch, der etwas ins Internet stellt, gleich wo, stellt es der Allgemeinheit zur Verfügung – kostenlos und ohne Einschränkung. Wer das nicht will, lässt es einfach sein. Presst seine Musik auf CDs, die verkauft man, Druckt seine Artikel, Geschichten oder Gedichte in Bücher und verkauft sie. Es gibt den Begriff Verursacherprinzip. Den kann man wunderbar anwenden. Wer etwas ins Internet stellt und nicht will, das es vom Internetnutzer kostenlos und bedingungslos verwendet werden kann, sorgt auf seine Kosten für die Voraussetzung dafür. Das bedeutet, eindeutige Hinweise und die Nichtausführbarkeit des Loadings. Die Menschen brauchen nicht noch mehr Regeln, sie brauchen eine einfache und verständliche Handhabung, die auch ohne Studium und Englischkenntnisse verstanden werden können.

Ein Mikowbook für Sie!

Wer kennt das nicht? Man sucht ein bestimmtes Buch und genau dieses gibt es dann nicht mehr, oder man hat es gefunden, doch es ist zu teuer. Mikowbook ist anders, wie ein Waisenhaus der gebrauchten Bücher und SIE können ihnen ein neues Zuhause geben. Aus über 1000 günstigen Büchern können Sie wählen und sich ihr Lesevergnügen zum kleinen Preis schaffen, denn wer sagt, das Gebrauchtes nicht gut sein kann? Stöbern Sie bei Mikowbook und finden Sie IHR Buch – zum selber lesen oder verschenken. Ihr Vorteil: Ein Einkaufserlebnis wie es sein soll: Große Auswahl an gebrauchten und neuen Büchern, günstige Preise, Schnäppchen und schnelle Lieferung. Darüber hinaus können Sie in einer großen Auswahl an Schallplatten alte Schätze entdecken und vielleicht die eine oder andere CD oder DVD finden, die Sie immer schon haben wollten.

mikowbook Color

Die Sache mit dem Datenschutz

Ich kann das Wort Datenschutz bald nicht mehr hören. Natürlich soll mit den Daten der Menschen verantwortungsbewusst umgegangen werden. Jeder Mensch sollte entscheiden können, welche Daten wann, wo und in welcher Art und Weise von ihm verwendet werden. Allerdings kann man es auch übertreiben. Und es ist wohl mehr als übertrieben, sich über den Namen meines Kindes auf einem gemalten Bild im Kindergarten aufzuregen. Das Argument, man könne daraus auf das Talent meines Kindes als „Maler“ schließen ist aber meiner Meinung nach hanebüchener Quatsch. Nur neidende Eltern haben ein Interesse an der Anonymität eines solchen Bildkünstlers. Dem Kind dürfte die Qualität und der Vergleich mit den Bildern der Kinder seiner Gruppe völlig egal sein. Vielmehr erwartet es voller Stolz die Anerkennung seiner Eltern oder Erzieher und es ist wohl kaum das visuelle Ergebnis, das dem kindlichen Künstler im Ursprung vorschwebte, sondern vielmehr die Gedanken, die der kleine Maler im Augenblick des Entstehens dachte und nach seinem Gutdünken auf das Papier brachte. Nichts dürfte für ein Kind schlimmer sein, wenn es nicht auf sein eigenes kleines Meisterwerk hinweisen kann, und noch schlimmer wird es sein, wenn ein Kind später zurück denkt, assoziiert, das seine eigenen Eltern die Arbeit ihres Kindes für nicht gut genug eingeschätzt haben.

Ich frage mich, ob wir als Gesellschaft, und dazu gehören nun einmal auch Eltern, keine wichtigeren Dinge zu klären haben.

Auch Gegner können Verbündete sein

Der Tod des Union-Fans ist unzweifelhaft tragisch. Umso erfreulicher ist die Unterstützung, die seine Familie durch die Spendenaktion erfahren darf. Gleichwohl bin ich angenehm überrascht, dass sich die Vereine, sonst als Gegner auf dem Spielfeld, hierbei verbündeten. Wenn auch das Unglück dadurch nicht ungeschehen gemacht werden kann, bleibt ein kleiner Trost, dass es noch Menschen gibt, die anderen in der Not helfen. Auch als Fußball-Nicht-Fan sind meine Gedanken bei der Familie und selbstverständlich unterstütze ich sie hier gern.

Wer der Familie auch finanziell helfen möchte, kann das auf nachfolgendem Link tun: http://www.leetchi.com/c/karl1966.

Die Aktion läuft noch bis zum 31. März 2019.

Der kleine Hase Hase und die große Katharina Thalbach

Gestern durften wir die großartige Aufführung von „Hase Hase“ in der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller-Theater erleben. Die Familien-Konstellation Thalbach/Besson/Serreau hielt, wie immer, den hohen Erwartungen der Besucher stand. Hauptsächlich der genialen Katharina Thalbach in der Rolle des kleinen Hase gebührt mein Respekt, ebenso die Verkörperung der Rolle der Mama durch Pierre Besson. Chapeau! Die Vorstellung hat mich tief beeindruckt. Ich kann nur jedem empfehlen, sich das Stück anzusehen. Ein Abend, tiefsinnig, amüsant und berührend.

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Später hatte ich sogar das große Glück, mit Katharina Thalbach persönlich ein wenig zu plaudern, als sie das Theater verließ und wir ihr auf dem Weg zum Auto begegneten.

Fazit: Diese Frau muss man einfach lieben!

Das Ende von Eddy – Eine Rezension

Autor: Édouard Louis
ISBN: 978-3-596-03243-3
Verlag: Fischer Taschenbuchverlag

Eddy Bellegueule lebt in einem kleinen Dorf in Nordfrankreich. Armut und Gewalt bestimmen den Alltag, der von alten und fragwürdigen Traditionen getragen wird. Männer arbeiten, bringen das Geld nach Hause, sind eben der Mann, und der hat das Sagen. Frauen stehen am Herd, erziehen die Kinder und entschuldigen die Ungerechtigkeiten in der Familie mit fadenscheinigen Ausreden nur des Ansehens bei den Dorfbewohnern wegen. Eddy ist das dritte von fünf Kindern und steht zwischen den Eltern und den Brüdern, die in ihrem Verhalten dem ihres Vaters nacheifern, denn auch sie wollen einmal ein ganzer Mann sein. Von einer glücklichen Kindheit ist Eddy weit entfernt. Ständig gehänselt, spöttisch belächelt und oft beleidigt und gedemütigt wegen seiner schmächtigen Statur, seiner viel zu hohen Stimmlage und der Gesprächsbegleitenden Gestiken hasst er den Alkohol, die Brutalität und die Art und Weise, wie seine Mitmenschen mit- und übereinander reden, Dinge, die Normalität in seiner Familie und in den Familien seines Heimatdorfes sind. Doch das ist nicht alles. Eddy spürt es. Da ist etwas, was ihn anders als die anderen Jungen macht. Stück für Stück offenbart sich ihm seine Homosexualität, die der Grund für die Repressalien seiner Mitschüler ist. Unterstützung aus der Familie gibt es nicht. Das Ansehen im Ort ist wichtiger. Dafür hasst er alles und jeden. Er weiß, dass er fort muss, um nicht so zu werden wie die Menschen in seiner Umgebung.

Édouard Louis versteht es meisterhaft, den Leser in ein fremdes Leben zu führen, ihn betroffen zu machen und gefangen zu nehmen. Ungeschönt und detailliert beschreibt er Situationen, die wohl fast jeder Mensch, der nicht den gesellschaftlichen Normativen entspricht mehr oder weniger schon erlebt hat. Fast schon abgeklärt erzählt er von Gefühlen und Kindheitserlebnissen. Subtil, doch allgegenwärtig fühlt der Leser die permanente Einsamkeit des Protagonisten.

Fazit: Das Buch liest sich leicht und flüssig. Mit jeder Seite stieg meine Neugier und die Lust auf das Weiterlesen. Der Autor hat mich mit diesem Buch begeistert und ich war fast schon enttäuscht, als ich das Buch ausgelesen hatte. Ich empfehle es sehr gern weiter.

All das in mir – Der fünfte Mikow

Nach acht Jahren ist es soweit. Mein fünftes Buch erscheint am 30. Oktober 2018. Es ist ein neuerlicher Ausflug in den Bereich Lyrik. Das Buch führt den Leser durch all das, was in mir ist, war oder sein könnte und nehme ihn mit auf eine Reise durch alle Situationen in die man im Laufe seines Lebens geraten kann.

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We Are Part Of Culture – Eine besondere Ausstellung

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Ich habe mir heute im Berliner Hauptbahnhof die gelungene Kunstausstellung „We Are Part Of Culture“ angesehen. Sie stellt Menschen vor, die die gesellschaftliche Entwicklung prägten. Den meisten wird ihre Homosexualität nicht einmal bekannt sein. Darum habe ich diese Ausstellung des Projekts 100% Mensch sehr gern mit vielen anderen unterstützt. Es sind nicht nur normative Menschen, die unsere Gesellschaft und damit das Leben in Europa und der Welt prägen und voran treiben, es sind auch Menschen, die anders leben, anders fühlen, anders lieben. Aber: Sie sind Mensch. Sie sind Teil der/unserer Gesellschaft und bringen ihre Ideen, ihr Können, ihr Schaffen ein wie alle anderen auch. Sie bestimmen unsere Welt und geben ihr die Vielfalt, die menschliches Dasein ausmacht und braucht.

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Das beweisen große Persönlichkeiten wie Alan Turing, Freddy Mercury, Greta Garbo, Käthe Kollwitz, Klaus Mann, Lili Elbe, Dr. Magnus Hirschfeld, Marlene Dietrich, Oscar Wilde, Peter Tschaikowski, Selma Lagerlöf oder Simone de Beauvoir, die neben vielen anderen mit dieser Ausstellung gewürdigt werden.

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Ich bin froh, einen kleinen Teil zu einer großartigen Sache beigetragen zu haben. Vielen Dank dem Projekt 100%Mensch.

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