Mikow-Lumne

Worauf man sich nun nicht mehr verlassen kann

Wenn ich mir etwas über das Internet kaufe, checke ich erst einmal den Preis, den Anbieter und die Käuferbewertungen. Ab heute ist das wohl sinnlos. Das Oberlandesgericht München hat einen Käufer dazu verdonnert eine schlechte Bewertung samt seinem Kommentar dazu wieder zu löschen, der die Folge eines Kaufs bei einem Verkäufer über die Internetplattform eBay war. Wenn ein Käufer innerhalb der Möglichkeiten nicht schlecht bewerten darf ist eine Käuferbewertung sinnlos. Der Kunde wird über Qualität des Produkts und schlimmstenfalls auch über die Seriosität des Anbieters im Unklaren gelassen oder aber sogar getäuscht.
Es ist mir unverständlich wie ein Gericht zu einer solchen Entscheidung kommen konnte. Für eine Kaufentscheidung braucht man schließlich nicht nur gute und auch nicht nur schlechte Bewertungen. Sie begründet sich auf die Gesamtheit der Bewertungen. Im vorliegenden Fall war Justitia wohl wieder einmal blind.

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Ein Kommentar

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Art Pauschalurteil ist, eher eine Einzelfallentscheidung.
    Vielleicht gab es Beweise, dass die Bewertung ungerechtfertigterweise schlecht war.

    Auf Seiten, wo man seinen Lehrer oder einen Arzt bewerten kann, da haben auch schon welche geklagt und verloren.

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