Mikow-Lumne

Ich sag Ja!

Die Ehe für Alle ist noch immer eine Mogelpackung und Deutschland als eines der wenigen Länder, welches die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare noch immer nicht mit allen Rechten und Pflichten öffnet, windet sich hin und her, propagiert Gleichheit und Vielfalt und verhindert sie gleichzeitig. Es ist beschämend, diskriminierend und dem Zeitgeist nicht entsprechend. Die Welt hat sich geändert. Die Lebensformen haben sich geändert. Es gilt nun, die rechtlichen Voraussetzungen für eine freie Lebensgestaltung zu schaffen. Die Politik ist gefordert, dem Rechnung zu tragen. Wir haben das Recht auf Gleichbehandlung.

Ehe für Alle Brief

Wer das Streichholz zündet

Wenn ein Feuer brennt, ist die Panik da. Fieberhaft werden Rettungsversuche unternommen, mehr oder weniger erfolgreich. Übrig bleibt fast immer ein Trümmerhaufen und ein Teppich aus Asche. Viel später, wenn nur noch schwache Rauchfahnen in den Himmel steigen fängt die Suche nach Ursache und Erklärungen an. Schnell sucht man sich einen Schuldigen um sich nur nicht eingestehen zu müssen, dass man selbst auch Fehler gemacht hat.

Wenn ich den Fernseher einschalte oder die Zeitung aufschlage bekomme ich es nicht selten mit der Angst zu tun. Ich frage mich, warum die Menschen von heute nicht in der Lage sind aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. Sie können sich nicht freuen am Erreichten und einzig der Gedanke nach mehr Macht und Geld beherrscht ihr Handeln.

Ganz gleich ob ich nach der Türkei oder nach den Vereinigten Staaten schaue. Auf der sensiblen Reibfläche unserer Welt stehen zwei Menschen, die mit ihrem Machtgehabe das friedliche Miteinander in ernste Gefahr bringen und ich stelle mir die Frage, wann wer als Erster das Streichholz zündet.

So etwas nie wieder

Um ein alles vernichtendes Feuer zu vermeiden ist neben Diplomatie und Takt auch ein Rundumblick notwendig. Frieden zwischen den Ländern ist auch eine Frage von Kompromissen ohne das ein Land sich selbst aufgibt. Diktaturen sind von jeher nicht von Dauer gewesen und haben immer nur Leben vernichtet und Leid verursacht. Trotziges Aufstampfen und verbale Entgleisungen sind nicht der Weg zum Ziel.

Ich halte Menschen wie Trump oder Erdogan für brandgefährlich. Insbesondere Europa muss eine klare Stellung zu ihnen und ihrer Politik beziehen ohne sich erpressen zu lassen.

Demokratie ist eine Form der Freiheit des Menschen. Was derzeit in der Türkei und in den USA passiert ist alles andere als demokratisch.

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Niemals nach rechts!

Jede Woche werden in unserer Stadt Straßen und Plätze für die Verbreitung von Hetze und rassistischem Gedankengut benutzt. Sie nennen sich Bärgida, Pegida oder sonst irgendwie. Teilnehmer sind Hooligans, Rassisten oder flüchtlingsfeindliche Menschen. Eines haben alle gemeinsam. Sie versuchen Unruhe und Angst zu schüren und sprechen dabei von deutscher Kultur- und Werteerhaltung. Mit dem Slogan „Merkel muss weg“ startet am Samstag eine weitere rechtsextreme Initiative. Wohin diese Aufhetzung der Menschen unser Land bringen kann können wir der Geschichte entnehmen. Um so unbegreiflicher ist es, das es noch immer Menschen gibt, die einem „Leitbock der Manipulation“ folgen und allen Ernstes noch glauben mit Diskriminierung von Menschen, Ausgrenzung und Gewaltübergriffen eine Landeskultur und ein friedliches Zusammenleben erhalten zu können. Die Entwicklung in der Türkei, die politischen Entscheidungen des amerikanischen Präsidenten oder Russlands Staatsoberhaupt Putin zeigen, wie wichtig der Erhalt des Friedens, der Kampf für Toleranz und Menschenrechte und die Demokratie in der Welt sind. „Berlin gegen Nazis“ ruft deshalb zur Lärm-Challenge „Laut gegen Nazis“ gegen rechte Hetze in Berlin-Mitte auf. Die Demo startet um 13 Uhr am Rosenthaler Platz und führt über die Invalidenstraße zum Hauptbahnhof. Rechtsextremismus darf bei uns keine Chance zur Ausbreitung haben.dsc02804

Gute Besserung, arme Welt!

Wenn es nicht so entsetzlich traurig und gleichermaßen schockierend wäre, man könnte über den amerikanischen Präsidenten lachen. Doch über einen Präsidenten lacht man nicht. Politik und die damit verbundenen Entscheidungen die ein Staatsoberhaupt zu treffen hat ist eine ernste Angelegenheit und ein Präsident sollte sich diplomatisch, ehrlich und sachlich korrekt seinem Volk und dem Rest der Welt zeigen. Was Donald Trump verkörpert ist aber keine Politik für sein Land. Es ist beschämende Verunglimpfung der Medien, Unterstellung von Lügen über Aussagen, die nicht einmal gemacht wurden, Rückentwicklung von sozialen Errungenschaften und brutale Fußtritte für die Demokratie. Was Trump als Regieren bezeichnet ist ein subjektives zutiefst menschenverachtendes Aufräumen nach seinem ganz persönlichen Gutdünken. Dieser Mann ist in Anbetracht seiner Machtmöglichkeiten alarmierend gefährlich für ein Miteinander der Völker und den Weltfrieden.

In seiner falschen Selbstwahrnehmung ist er weit entfernt von objektivem Beurteilungsvermögen und nicht von ungefähr werden Rufe nach dem psychischen Belastungszustand laut. Was er repräsentiert ist Selbstüberschätzung und seine eigene Meinung und seine persönlichen Ansichten als die einzig Wahren. Oppositionelle Faktoren werden rigoros ganz nach Unternehmermanier aus dem Weg geräumt, Warnungen und Ratschläge in den Wind geschlagen. Auch Trump-Anhänger dürften nun langsam aber sicher aufwachen.

Es gibt Menschen, die auf ihrem Platz einfach fehl besetzt sind.

Gute Besserung, Mr. Trump? Nein! Gute Besserung, arme Welt!

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Tiefschwarzes Berlin

Nun ist es passiert. Auch wenn wir wussten, dass auch bei uns die Möglichkeit eines terroristischen Anschlages zur Wahrscheinlichkeit erwachsen ist hat kaum jemand im Innersten geglaubt, dass das Undenkbare wirklich geschieht. Wir wurden eines Besseren belehrt. Entsetzt über eine solche grausame Tat denke ich an die Toten und ihre Angehörigen, daran, dass nun viele Familien kein friedliches Weihnachtsfest erleben und tiefe Trauer erfüllt jeden meiner Gedanken. Unweigerlich denke ich, man muss doch etwas gegen den wachsenden Terrorismus tun können, doch schnell wird mir klar wie unmöglich dieses ist. Man kann nun einmal nicht jeden und alles schützen. Was man tun kann, ist mit offenen Augen durch die Stadt gehen und aufmerksam gegenüber allem Außergewöhnlichen sein, jedoch ohne in eine übertriebene Hysterie zu verfallen. Ebenso kann man Panikmache vermeiden, die nur die Angst vergrößert und dem Terrorismus zuarbeitet.

Den Opfern und ihren Hinterbliebenen hilft das momentan wenig. Sie werden noch eine ganze Zeit, wenn nicht sogar für den Rest ihres Lebens in ihrer Trauer und Verständnislosigkeit gefangen sein.

Berlin ist in wenigen Sekunden von einer bunten, quirligen, in Vorfreude auf das Weihnachtsfest schwelgenden Stadt tiefschwarz geworden. Für einen Moment stand unsere Stadt still. Doch das bleibt nicht so. Unsere Stimmen werden laut und wir werden uns nicht dem Terrorismus beugen. Niemals.

Mein Beileid den Angehörigen der Opfer und eine schnelle, vollständige Genesung der Verletzten.

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Der Tag der Menschenrechte

Basierend auf der Erklärung der Menschenrechte ist der 10. Dezember seit dem Jahr 1948 der Tag der Menschenrechte, deren Einhaltung weltweit gilt. Menschenrechte gelten von Geburt an und sichern Freiheit und gleiche Würde eines jeden Menschen.

Menschenrecht ist Religionsfreiheit, politische Meinungsäußerung, gleiches Recht für Frauen gegenüber Männern. Menschenrecht ist es, keine Benachteiligung auf Grund der Hautfarbe oder der sexuellen Orientierung zu erfahren. Es darf keine Unterschiede zwischen Rasse und Herkunft geben. Doch die Erklärung der Menschenrechte ist kein bindender Vertrag zwischen allen Völkern der Welt, er ist leider nur eine Empfehlung.

Der Tag der Menschenrechte soll auf die immer noch bestehenden Missstände hinweisen und auffordern, sich gegen Intoleranz und Diskriminierung zu wehren.

Foto: kleiner-kalender.de

A4U – Die Abba Revival Show im Babylon

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Ein unterhaltsamer Abend mit A4U, einer der zahlreichen ABBA-Revival-Bands. Zwei Stunden dauerte die Zeitreise in die Popwelt der Siebziger Jahre. Auch wenn das Original eben das Original ist, die Songs waren gut wie man es von Abba-Songs erwartet, teilweise in eigenen Interpretationen die sehr gut gemacht waren. Es verwunderte nicht, dass es kaum einen Besucher auf seinem Platz hielt.

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Foto: A4U

 

 

Die Grande Dame vom Berliner Ensemble

Heute ist Gisela May, die wohl bekannteste Brecht-Interpretin Deutschlands im Alter von 92 Jahren gestorben. Jeder, der sie einmal auf der Bühne erlebt hat weiß, wofür ihr Herz schlug. Ihre bekannteste Rolle war die Mutter Courage in ihrer eigenen Interpretation. Viele Menschen kennen sie auch aus dem Fernsehen in der Rolle der „Muddi“ in der Krimiserie „Adelheid und ihre Mörder“ und aus der Literaturverfilmung „Frau Jenny Treibel“. Unvergessen auch ihr Gastauftritt bei den „Reizenden Schwestern“.

Gisela May ist eine Bühnenkünstlerin mit zahlreichen Auszeichnungen und einem breiten Gesangsrepertoire, das von Kästner, Tucholsky, Eisler bis natürlich hin zu Brecht reichte.

Nun hat die Grande Dame vom Berliner Ensemble auch die Bühne des Lebens verlassen.

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Foto: Wikipedia

Welt-AIDS-Tag 2016

Der Welt-AIDS-Tag wurde erstmals vor 29 Jahren begangen. Das Ziel ist, den Menschen bewusst zu machen, wie wichtig es für die Betroffenen ist nicht mit Vorurteilen konfrontiert und wegen ihrer Krankheit von der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden und daran zu erinnern, das die Krankheit HIV noch immer präsent ist. Fast die Hälfte aller Erkrankten haben keinen Zugang zu den notwendigen Medikamenten für ein Leben mit dem Virus. 2016 infizierten sich allein in Berlin 460 Menschen mit dem HIV. In Brandenburg waren es 360 Neuinfektionen. Gesamtdeutsch sind es 85.000 und weltweit 36,7 Mio. Menschen. Es besteht also nicht die geringste Veranlassung im Kampf gegen HIV/AIDS nachzulassen, denn bisher sind allein in Deutschland fast 30.000 Menschen an der Krankheit gestorben. Es gibt noch viel zu tun. Zeigen wir den Betroffenen, das sie nicht allein mit ihrem Schicksal sind.

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Die Folgen der Präsidentenwahl in Amerika

Nun ist das Unfassbare eingetreten. Donald Trump ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Bis zum Schluss hielt die Welt einen Sieg für unmöglich. Trump trat im Wahlkampf verbal von einem Fettnapf in den nächsten. Nun wurde die Welt eines Besseren belehrt. Das amerikanische Volk hat den berühmtesten Proleten zur Ikone erhoben, ihm geglaubt, er könne die Welt ins goldene Licht rücken. Ohne auch nur mit einer Silbe zu erwähnen, wie er seine hinaus posaunten großen Pläne verwirklichen will polterte er munter drauf los, machte auch vor Äußerungen gegen Barack Obama und Hillary Clinton nicht halt. Man muss nicht schlau sein um zu wissen, das die von ihm angekündigten Arbeitsplätze Geld kosten und nicht wie junger Weizen aus dem Nichts erwachsen. Muslimen die Einreise in das Land zu verwehren und der Angriff auf das Pariser Klimaabkommen wurden still und heimlich vorerst auf Eis gelegt. Doch was bleibt ist ein geplanter Ausbau von Rassismus, Diskriminierung und Hetze. Bleibt abzuwarten, ob die rüde Art und Weise seines Auftretens nur zum Zweck des Wahlsieges inszeniert wurde. Ein Land wie Amerika wird er wahrscheinlich so nicht voran bringen. Gespannt schaut die Welt nach Amerika und die Regierungen der Welt tun gut daran, auf der Hut zu sein und das Gespräch mit ihm zu suchen. Denn eines hat der Trump-Wahlsieg gezeigt, die Menschen wollen Bewegung und sind überzeugt, konventionelle Politik vergisst ihren Auftrag dem Volk zu dienen, ihre Interessen zu vertreten. Oft genug hat die Geschichte gezeigt wie Menschen durch lauten Populismus blind den späteren Diktatoren folgten und viel zu spät erwachten. In Deutschland machen die Anhänger von Pegida und AfD nun Freudensprünge, tönen lauthals, wie Recht sie hatten und gehen damit gefährlich gestärkt aus der amerikanischen Wahl hervor. Nun ist es vordringliche Aufgabe der europäischen Politiker die Demokratie in den Ländern zu festigen, dem Volk mehr Gehör zu schenken und auch die Unzufriedenheit der Menschen ernsthaft zur Kenntnis zu nehmen. Tun sie das nicht, wird sich die rechte Entwicklung weiter dynamisieren. Errungenschaften wie die Rechte der Frauen und Minderheiten, Gleichberechtigung der Geschlechter, Religionsfreiheit und vieles andere sind dann ernsthaft in Gefahr.

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Bild: n-tv