Mikow-Lumne

Welt-AIDS-Tag 2020

An HIV/AIDS zu erkranken bedeutet für viele Betroffene immer noch, Vorurteilen ausgesetzt zu sein, ausgegrenzt zu werden oder beruflich benachteiligt zu werden. Stigmatisierung und Ablehnung sind zu oft an der Tagesordnung. Darum muss alles getan werden, über die Krankheit und mögliche Schutzmaßnahmen umfassend zu informieren. Nur dann kann es zukünftig keine Neuinfektionen mehr geben. HIV darf kein Tabu-Thema sein! Auch wenn meine diesjährige Spende scheinbar ein Tropfen auf den heißen Stein ist…es sind viele Tropfen, die ihm trotzen!

In Deutschland leben rund 90.700 Menschen mit HIV. 2019 haben sich 2.600 Menschen neu mit HIV infiziert. Tendenz: sinkend. 96% der Menschen mit HIV-Diagnose nehmen HIV-Medikamente. Rund 10.800 Menschen in Deutschland wissen nichts von ihrer Infektion und erhalten deswegen keine Behandlung. Deswegen erkranken immer noch rund 1.000 Menschen pro Jahr an AIDS oder einem schweren Immundefekt – obwohl es vermeidbar wäre. Etwa 30.000 Menschen sind bisher in Deutschland an den Folgen von AIDS gestorben.

(Quelle: www.welt-aids-tag.de)

Ein Recht auf Respekt

Was bedeutet Respekt? Respekt heißt für mich, ich will so akzeptiert werden wie ich bin und demzufolge muss ich andere akzeptieren, wie sie sind. Dabei muss ich nicht unbedingt der gleichen Meinung wie mein Gegenüber sein und umgekehrt muss ein anderer Mensch nicht meiner Meinung sein. Es ist egal ob ein Mensch weißer oder schwarzer Hautfarbe ist, ob er hetero- oder homosexuell ist, ob er Steaks mag oder vegan lebt. Respekt ist ein unbedingter Teil der Demokratie und basiert auf Miteinander und Kommunikation. Grundvoraussetzung ist Toleranz und gegenseitige Akzeptanz, Begegnung auf Augenhöhe und das Begreifen der Vielfalt in unserer Gesellschaft. Respekt ist sozusagen der Preis für unsere persönliche Freiheit. Was ich will muss ein anderer noch lange nicht mögen und was ich nicht will, tue ich auch keinem anderen an. Hass, Hetze und Gewalt sind keine Optionen, fördern die Spaltung unserer Gesellschaft und unterlaufen das friedvolle Miteinander, das wiederum Voraussetzung für den Zusammenhalt einer demokratischen Gesellschaft und den Fortbestand und Erhalts des Friedens ausmacht. Die individuellen Lebensentwürfe jedes einzelnen Menschen sind das Ergebnis einer permanenten Auseinandersetzung mit Meinungsfreiheit, Toleranz, Akzeptanz und Respekt anderen Menschen gegenüber. Respekt ist also nicht nur als Recht eines jeden Menschen zu betrachten, Respekt bedeutet auch Verpflichtung zu Weltoffenheit, zu Zivilcourage, Zusammenhalt und Nächstenliebe und zur Achtung im Umgang miteinander.

Denk nach und sag: Nein!

Es ist schon eine ungeheure Unverschämtheit, wenn in unserem Nachbarland Polen „LGBT-freie Zonen“ eingerichtet werden. Es erinnert im Ursprung an längst vergangene Zeiten, in denen Menschen in zweierlei Klassen kategorisiert wurden und macht die höchste Form von Diskriminierung, Respektlosigkeit, Intoleranz und Menschenfeindlichkeit deutlich. Mehr noch, einige der Homophobie-Lobbyisten glauben offenbar, sie wären Lebewesen höherer Stufe, obwohl in Wahrheit das Gegenteil der Fall ist. Polen ist mit Abstand eines der rückständigsten Länder der Europäischen Union was die Rechte der Schwulen und Lesben betrifft. Vehement verhindern eine antiquierte Kirche und der Staat die moderne und natürliche Weiterentwicklung der Menschen im Allgemeinen und ihrer Lebensformen im Besonderen. Wenn Präsident Duda die Lebensführung queerer Menschen als Ideologie bezeichnet, hat er von der Geschichte der Menschheit und dem Lauf der Welt nichts begriffen. Es gibt nichts Beständiges und keinen Stillstand. Polen bedient sich der Panikmache und einseitiger Publikationen, die zur Hetze und Diskriminierung auffordern, mit dem einzigen Ziel, die althergebrachten und teilweise überholten Lebensformen als die einzig wahren zu manifestieren, anstatt parallele neue Lebensformen als Bereicherung in die Gesellschaft zu integrieren. Was für ihn Mittel im Wahlkampf ist, ist für die betroffenen queeren Menschen eine Katastrophe. Sind sie es doch, die der Homophobie ihrer hinterweltlerischen Mitmenschen schutzlos ausgeliefert sind, und das unter den Augen des Staates, der verpflichtet ist, alle Menschen seines Landes gleich zu behandeln und vor Angriffen auf Leben und Gesundheit zu schützen. Eine Besserung der Situation für die Minderheiten der Gesellschaft ist von Duda, der zwar knapp, aber immerhin die Präsidentenwahl gewonnen hat nicht zu erwarten. Gerade darum ist die Solidarität mit der polnischen Community so wichtig. Denn Homophobie mit all ihren Begleiterscheinungen kennt keine Grenzen, muss aufgehalten und vernichtet werden. Intoleranz, Respektlosigkeit, Diskriminierung und jede Art von Menschenfeindlichkeit haben in der heutigen Zeit keine Existenzberechtigung – nicht nur in Polen, sondern weltweit.

Denk nach und sag nein

Der CSD 2020

Auch vor die Pride-Weeks hat Covid-19 versucht, in diesem Jahr einen Riegel zu schieben. Damit wird es unter anderem auch kein schwul-lesbisches Stadtfest in Schöneberg, keinen CSD in herkömmlicher Weise und auch kein Parkfest im Friedrichshain geben. Ich sage bewusst, Covid-19 hat VERSUCHT, denn die Community und insbesondere die Macher hinter den wichtigen LGBT-Veranstaltungen waren innovativ genug, die Sichtbarkeit der queeren Menschen trotz Corona herauszustellen. Möglich macht das die Digitalisierung. Im Mainstream können wir das volle CSD-Programm verfolgen, inklusive der politischen Statements und dem finalen Bühnenprogramm. Doch trotz aller Bemühungen wird der diesjährige CSD anders sein. Das Gefühl der Zugehörigkeit, das man nur unter seinesgleichen empfindet, das vorbehaltlose Erleben wird in diesem Jahr nur jeder für sich vor dem Bildschirm suchen. Und doch ist dieser digitale CSD wichtig, vielleicht sogar wichtiger denn je. Denn die Menschen jenseits der allgemein genannten Normativität sind noch lange nicht in allen Lebensbereichen und der Gesellschaft vorbehaltlos akzeptiert. Diskriminierung, Strafen, Folter oder sogar der Tod – solange es das global gibt, müssen wir uns sichtbar und hörbar verhalten. Kein Mensch kann sich seine Sexualität aussuchen und deshalb kann und darf es auch kein Recht geben, Anders-Lebende/Anders-Liebende auszugrenzen, verbal genauso wie durch entsprechendes Verhalten, ganz zu schweigen von gewalttätigen Übergriffen jeglicher Art. Der Berliner CSD e.V. hat das diesjährige Motto online gesucht und meiner Meinung nach ein sehr Passendes gefunden:

Don´t Hide Your Pride / Sichtbarkeit – Hier und Weltweit“

Zeige deinen Stolz! Genial und doch bin ich mir nicht sicher, ob man seinen Stolz, seine Zugehörigkeit, seine Sichtbarkeit allein digital zeigen kann. Es ist unbestritten eine sehr gute Möglichkeit, aber darüber hinaus habe ich die Befürchtung, die Sichtbarkeit könnte in großen Teilen nur von den involvierten Menschen, also den weltweit Millionen Lesben und Schwulen, Bi-Sexuellen, Transgendern und allen anderen queeren Menschen, von ihren Freunden und Angehörigen wahrgenommen werden. An den Menschen, die keinen persönlichen oder ideellen Bezug zur Homosexualität haben, wird der CSD unbeachtet vorbeiziehen. Umso wichtiger erscheint es mir, den diesjährigen CSD über die Digitalerscheinung hinaus sichtbar zu machen. Das kann Jede/r ganz einfach tun, indem sie/er zur Pride-Week eine Regenbogenflagge aus dem Fenster hängt. Dazu möchte ich alle aufrufen. Privatleute und natürlich auch alle Firmen. Hisst die Regenbogenflagge und zeigt der Welt eure Sympathie, euren Stolz. Setzt ein Zeichen für Toleranz und Diversität, gegen Homophobie, Ausgrenzung und Diskriminierung.

Habt trotz Corona eine bunte Zeit und bleibt gesund.

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Euer Tom Mikow

Adieu Colosseum

In vier Jahren hätte es sein hundertjähriges Jubiläum gehabt: das Colosseum im Prenzlauer Berg. Es sollte nicht sein. Die Eigentümer des traditionsreichen Kinos haben Ende Mai die Insolvenz angemeldet. Auch wenn die Coronakrise nicht der alleinige Grund sein dürfte, hat sie doch einen nicht unwesentlichen Anteil am Aus. Die Schließung wird ein Loch in das kulturelle Leben Prenz´l Bergs reißen. Das Colosseum war nicht einfach ein Kino, es war mehr. Ob Jugendweihen in der ehemaliges DDR oder Events und natürlich Filme, Das Filmtheater hat sich zu einer Institution mit einer Geschichte entwickelt und es wird kaum jemanden geben, der sich nicht an den großen Kinosaal erinnert, in dem die Sitze noch ebenerdig standen, lange bevor mit der Eröffnung nach einer Modernisierung 1997 die anderen neun Kinosäle dazu kamen. Das Colosseum hatte bereits vor seiner Zeit als Kino seine Geschichte. Erbaut 1894 als Straßenbahnwagenhalle wurde es 1924 zu einem Kino umgebaut. Bei der Sanierung nach der Wende hat man Teile des Depots der Pferdestraßenbahn in die Architektur des Kinos eingefügt und ihm so ein unverwechselbares Flair gegeben. Kino, Gastronomie und Architektur machten den Charme des Colosseum aus und ich für meinen Teil werde es vermissen.

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Die Balance der Einheitswippe

Sie ist noch nicht gebaut, aber schon in aller Munde. Der Name verhöhnt schon ein wenig das, was sie darstellen soll: ein Freiheits- und Einheitsdenkmal. Fraglich, ob sich das Denkmal auch ausbalancieren lässt. Auf der einen Seite die Kulturministerin Monika Grütters, und das Planungsbüro Milla & Partner mit der schon abgesegneten Baugenehmigung für das umstrittene Objekt und auf der anderen Seite der Verein „Berliner Historische Mitte“, die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch und die Denkmalschützer, denn das Bauwerk wird auf dem denkmalgeschützten Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals ruhen, durch das die Wippe auf Betonpfeilern befestigt wird. Auch wenn jede Seite ein begründetes Interesse am Bau des Denkmals hat, von Einheit ist dabei nichts zu bemerken und die stolzen Kosten von ca. 17 Mio. Euro dürften nicht das Wohlwollen der Berliner finden. Das Geld ist an anderen Stellen mit Sicherheit besser auszugeben und eine solche Entscheidung würde einer Balance zwischen der Verkörperung der Bürgerbewegung und dem Einheitsgedanken wohl auch eher entsprechen.

Paeonien

Sie ist wieder da
Zeit der Paeonie
Schönste der Rosen
Beginn eines Sommers
Und ein Lächeln
Das niemals schwindet

Die Schönheit der Rose
Verbunden
Mit einem Gesicht
In meinem Leben
Und niemals der Gedanke
Es könnte anders sein

Heut sah ich sie wieder
Leuchtend rot
Und dein Bild
In meinem Kopf
War wieder da
Mit deinem Lächeln

Die Schönheit fort
Einer Trauer gewichen
Die nie ganz vergeht
Zurück blieb dein Bild
Ohne Lächeln
Für mich

Die Rosen zu Pfingsten
Ihr Zauber ging verloren
Als du uns verlassen
Und zurück bleiben
Nur farblose Paeonien
Und Tränen in jedem Jahr

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Bild von JamesDeMers auf Pixabay

 

 

Zurück ins „normale“ Leben

Was haben wir nicht alles in den letzten Wochen wegen des Corona-Virus hinter uns bringen müssen. Einschränkungen in fast jedem Bereich unseres „normalen“ Lebens. Für die einen mehr, für die anderen weniger. Es ist wohl müßig und in keiner Weise konstruktiv, sich über Sinn und Unsinn, Dauer und Notwendigkeit der verordneten Maßnahmen Gedanken zu machen. Viel mehr sollten wir versuchen, alles dafür zu tun, diesen unsäglichen Zustand des Stillstands des öffentlichen Lebens schnellstens zu beenden. Möglich ist das nur, wenn die Infektionszahlen weiter sinken und ein Rückfall durch das verantwortungslose Verhalten einiger unserer Mitbürger auszuschließen ist. Dazu gehört momentan das Tragen der Mund-Nase-Schutzmasken beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Unbestritten ist: Schön ist was anderes, bequem und angenehm auch. Doch ehrlich in sich hineingehört, müsste man schon die Notwendigkeit erkennen können. Seit heute gehen die ersten Kinder wieder in die Schule, können Frisörsalons wieder öffnen. Geschäfte sind mit teilweise eingeschränkten Betrieb wieder für uns Kunden da und ab nächster Woche werden auch Bibliotheken wieder ihre Türen öffnen. Erste Schritte auf dem Weg in das Leben, das wir vor Corona führten, gibt es bereits, auch wenn es einigen von uns nicht schnell genug voran geht. Corona hat jedermanns Leben entschleunigt und es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir wieder in unserer „Normalität“ ankommen werden. Bis dahin sollten wir uns mit Respekt und Verständnis begegnen. In der heutigen digitalen Zeit ist es leicht, sich über vermeintlich falsche Entscheidungen unserer Regierung oder sich über, als ungerechtfertigt empfundene verordnete Maßnahmen zu empören. Doch es ist wie überall im Leben: Zeige mir erst denjenigen, der etwas besser machen kann, dann kannst du dich beschweren! Man kann unserer Bundeskanzlerin viel vorwerfen, aber Verantwortungslosigkeit, Inkompetenz und mangelnde Weitsicht gehören nicht dazu. Am Ende ist aber auch sie nur ein Mensch der Fehler macht und machen darf. Es ist also nur gerecht, ihr genau das einzuräumen, was wir auch für uns beanspruchen. Wenn es auch noch ein weiter Weg ist, Corona wird vergehen und das gesellschaftliche Leben wird sich erholen – mehr oder weniger schnell.

Die Ausrede mit der Luft zum Atmen

Ich wundere mich schon sehr, wenn ich in den Zeitungen die Artikel oder in den sozialen Medien die zahlreichen Kommentare über Sinn und Unsinn von Mundschutzmasken sehe. Es ist noch keine drei Wochen her, da konnte man den Tenor über fehlende Mundschutzmasken überall wahrnehmen: Wir würden ja die Masken nutzen, wenn man sie nur bekommen würde. Nun hat sich die Situation ein klein wenig beruhigt. Es sind inzwischen hier und da wieder welche zu bekommen und viele Menschen fertigen für sich und andere in Eigeninitiative solche Masken an und auch unsere Regierung empfiehlt inzwischen entgegen ersterer Publikationen für den Aufenthalt außerhalb unserer vier Wände das Tragen von Mundschutzmasken. Mir scheint, der Mensch in der heutigen Zeit ist immer und überall dafür, dagegen zu sein. Wie sonst sind die Ausreden zu erklären, man bekäme unter den Masken keine Luft, die eigene Atemluft einzuatmen wäre kontraproduktiv, die Brillengläser beschlagen beim Ausatmen, oder aber die bloße Vorstellung, man schwitzt unter den Masken und würde das eklig finden. Unbestritten ist, man kann sich etwas Schöneres vorstellen, als mit einer Maske vor Mund und Nase herumzulaufen. Aber man darf nicht vergessen, die Maske stellt einen Schutz dar. In erster Linie schütze ich mein Gegenüber und wenn jeder einen Mundschutz trägt, schützt im Endeffekt jeder jeden. Allein dieser Effekt macht eine Diskussion über die temporäre Nutzung der Masken im Vergleich zum gesundheitlichen Schaden unserer Mitmenschen durch eine Übertragung des Virus´ überflüssig. Es ist wahr, Brillengläser beschlagen. Da hilft nur das Versetzen des Gestells auf eine andere Position auf der Nase, im günstigsten Fall kann der eine oder andere sogar auf die Brille verzichten, und sei es nur für die Dauer eines Einkaufs. Wer partout seine eigene Atemluft für die Viertelstunde seines Einkaufs oder die begrenzte Zeit in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht einatmen kann oder will, sollte die Alternative bedenken: Die Möglichkeit, sich von einem anderen Menschen mit der gleichen Einstellung mit dem Coronavirus zu infizieren und damit seine Gesundheit oder sogar sein Leben zu gefährden ist bei weitem höher und unangenehmer als ein bisschen eigene Atemluft. Überhaupt nicht akzeptabel für mich ist das Argument der Unannehmlichkeit, die mit dem Tragen einhergeht. Wie egoistisch muss ein Mensch sein, der sich darauf verlässt, dass andere ihn schützen, er aber andere nicht schützt. Am Ende bleibt der Verzicht auf den Gebrauch der Mundschutzmasken schlicht und einfach eine unverschämte Ausrede!

Das andere Ostern

Rechtzeitig zum Osterfest steigen die Temperaturen und die Sonne lockt unsere Lebensgeister hervor. Am liebsten möchte man raus an die Luft, ins Grüne oder zur nächsten Eisdiele. In den Geschäften grinsen uns die Schoko-Osterhasen an und oberflächlich betrachtet ist alles wie in jedem Jahr. Wäre da nicht das Corona-Virus. Seine Verbreitung über die Welt ist der Grund, warum wir uns in diesem Jahr nicht ganz so sehr auf die Osterfeiertage freuen können. Statt Sonne im Park, gibt’s ein paar wärmende Strahlen durchs Fensterglas oder auf dem Balkon. Die Hasen in den Geschäften haben sich niemals vorher so kurz vor dem Fest in Massen die schokoladigen Pfoten platt gestanden und auch unsere Familien werden die freien Tage getrennt verbringen müssen. Besonders hart wird der ungewohnte Ablauf sicher die Kinder treffen. Es wird schwer werden und doch sehen wir die Notwendigkeit des Abstands ein. Nur so können wir die Infektionskette schnell unterbrechen und wirkungsvoll den Weg in die Normalität aufnehmen. Dieser Zustand wird nicht ewig dauern. Das wissen wir und trotzdem müssen wir auf der Hut sein, die Maßnahmen im Kampf gegen das Virus und seine globale Verbreitung nicht zu früh zu beenden. Denn eines ist sicher, wenn wir das tun, könnte alles von vorn beginnen, der Schaden für Mensch und Wirtschaft unüberschaubarer denn je werden. Es wird ein nächstes Osterfest geben. Dann werden wir uns an dieses hier erinnern und feststellen, es war gut ein paar Einschränkungen hingenommen zu haben. In diesem Sinne allen ein schönes Osterfest im Hinblick auf das, was uns in Zukunft erwartet. Bleiben Sie gesund!

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Bild: Bella H., Bremen