Mikow-Lumne

Warum die Regenbogenfahnen wehen müssen

Am Samstag fand der CSD 2022 statt. In ungewohntem großen Umkreis des Brandenburger Tores in Berlin verteilten sich hunderttausende Lesben und Schwule um ihre Sichtbarkeit zu demonstrieren, ihr Recht auf das Leben und die Liebe einzufordern, die ihrem persönlichen Lebensplan entspricht und die ebenso an die vielen queeren Menschen erinnerten, denen eine solche öffentliche Freiheit und ein Leben ohne Angst und Repressalien in vielen Ländern der Welt noch immer verwehrt bleiben. Nach anfänglichem morgendlichen Regen besann sich auch das Wetter und ließ den ganzen Tag tausende Regenbogenfahnen in der Sonne leuchten, zum ersten Mal auch auf dem Reichstagsgebäude. Die Stimmung der feiernden Menschen hätte nicht besser sein können und machte mehr als deutlich, wie wichtig dieser Tag für die Menschen im allgemeinen und die Anderslebenden/-liebenden im besonderen ist. Noch immer ist Toleranz für viele Menschen nur ein Wort und die eigene Auffassung von Familienkonstellation wird als die einzig richtige angesehen. Es gibt immer noch über 70 Länder auf der Welt, in denen Homosexualität strafbar ist und auch bei uns in Deutschland erfahren viele von uns Queeren noch immer Ausgrenzung, körperliche Angriffe oder Schlimmeres. Die Zeit hat uns längst eingeholt. Die Welt entwickelt und verändert sich und mit ihr die Menschen. Der diesjährige Christopher-Street-Day war nicht nur ein Kampf für die Rechte der Lesben, Schwulen, Bi- und Intersexuellen Menschen, der Transgender und aller anderen queeren Menschen. Er setzte ein deutliches Zeichen gegen den Krieg, den Hass und gegen die Diskriminierung. Dinge, zu denen wir eine klare Haltung zeigen müssen. So lange auch nur eine Diskriminierung, ein Angriff, verbal oder handgreiflich erfolgt, so lange Menschen sich verstecken müssen, weil sie anders lieben und leben als die breite Masse, und solange irgendwo auf der Welt wegen ihrer sexuellen Orientierung Menschen verfolgt werden oder sterben müssen, solange ist der CSD nötig und solange müssen die Regenbogenfahnen wehen – immer und überall und weit sichtbar.

Wer einmal lügt …

Dieses Sprichwort kennt wohl jedes kleine Kind. Wie wahr sein Inhalt ist, beweist Russland wieder einmal aufs Neue. Nur einen Tag, nachdem der Invasor der Ukraine die Exporte von Getreide aus dem Land ausdrücklich mit der Angriffsfreiheit für drei Häfen am Schwarzen Meer mit der Regierung Selenskyi vereinbarte, bombardierte Putins Armee den Hafen von Odessa. Nach anfänglicher Unsicherheit gab Russland diesen Angriff inzwischen zu und rechtfertigte ihn mit der Zerstörung eines ukrainischen Kriegsschiffes und gelieferter amerikanischer Raketen. Der Wahrheitsgehalt ist nicht leicht heraus zu filtern, da es sehr wenige unabhängige Berichterstatter vor Ort gibt. Fakt ist jedoch, Russland hat wiederholt Zusagen und Vereinbarungen getroffen und umgehend gebrochen. Wer Russland also auch nur ein Wort glaubt, kann einfach nur bedauert werden. Wer einmal lügt, kann vielleicht auf eine zweite Chance hoffen, wer so oft lügt, wie Russland es bereits getan hat, hat jede Chance verwirkt. Ein kleiner Mann in einem großen Land spielt mit dem Frieden der Welt aus reiner Machtgier. Sein Charakter, seine Mentalität und seine unumstößliche Meinung des West-Weltbildes lässt keinen Raum für wahre, menschenrechtsorientiert Entscheidungen. Mir scheint, es geht hier nicht einmal mehr um die regionale Wunschvorstellung ehemaliger Grenzverläufe oder was Putin auch sonst an hanebüchenen Erklärungen für die Kriegsführung gegen die Ukraine anführen mag, sondern um die Unfähigkeit, einen offenbaren Fehler zuzugeben. Genau dieses macht Putin gefährlich. Er kann und will nicht verlieren – auch wenn er schon mehr verloren hat, als er sich vielleicht selbst bewusst ist. Irgendwann wird auch dieser Krieg vorbei sein und jeder friedliebende Mensch auf der Welt hofft darauf, dass dieses schnell passiert. Wenn es soweit ist, wird es ein Russland wie vor dem Krieg nicht mehr geben – weder für die Welt noch für die Menschen in diesem Land. Spätestens dann wird ein Spruch nicht mehr nur ein Sprichwort sein, sondern eine Wahrheit, die in den Geschichtsbüchern stehen wird.

Vierundvierzig Tage

Vierundvierzig Tage Krieg in der Ukraine. Alle Verhandlungsgespräche stellten sich von Russlands Seite als Hinhaltetaktiken oder schlichtweg als Lügen heraus. Sanktionen, die Putin zum Einlenken zwingen sollen gibt es zuhauf und doch ist ein Ende dieses grausamen Krieges nicht in Sicht. Tag für Tag sterben unschuldige Menschen einen sinnlosen Tod, werden Familien auseinandergerissen oder gar zerstört. Die Schuld für Raketenangriffe mit zahlreichen Toten und Verletzten schiebt Russland der ukrainischen Seite zu, ohne einen einzigen glaubhaften Beweis dafür zu haben. Putin stellt die Welt mit seinen aberwitzigen Lügen für dumm zur Schau und mordet munter weiter, droht mit Konsequenzen und belügt das Volk seines Landes. Dabei muss selbst er inzwischen begriffen haben, das er sein Ziel nicht erreicht hat und es auch nicht erreichen wird, zumindest nicht so, wie er es sich vorgestellt hat. Mit jedem Tag erhöht sich das Leid, der Schaden für die Ukraine, für Russland und für viele Länder der Welt. Ein Schaden, der durch nichts wieder gut zu machen ist, ausgelöst durch einen empathielosen Despoten, der nicht verlieren kann und deshalb sehr gefährlich für die friedliche Zukunft Europas ist, eines Diktators, der selbst im Untergang noch größtmöglichen Schaden anrichten wird. Aus diesem Grund ist die Unterstützung der Ukraine mit Waffen und Geld notwendig. Die Gangart Europas und der Welt muss zwingend härter werden. Russland muss in die Schranken gewiesen werden. Jeder weitere Kriegstag ist einer zu viel und die Zeit der Appelle muss vorbei sein. Vierundvierzig Tage Krieg sind vierundvierzig Tage zu viel. Am Ende bleiben verwüstete Städte, tote und verletzte Menschen, zerstörte Familien, eine enorme Fluchtbewegung über die Ländergrenzen hinaus und ein zerstörtes Vertrauen in den ehrlichen Friedenswillen aller Länder. Darum ist es so verdammt wichtig, Haltung zu zeigen, sich nicht einschüchtern zu lassen und Hilfe anzubieten, wo und bei wem sie gebraucht wird. Das gibt den Menschen Hoffnung, Zuversicht und das Gefühl, in ihrer Not nicht verlassen zu sein, denn der größte Feind den Putin zu fürchten hat, ist ein Volk, das sich stark fühlt und sich dem Unrecht niemals geschlagen geben wird.

Der Wahnsinn muss enden!

Ganz sicher müssen wir uns nicht darüber verständigen, wie menschenverachtend und hinterhältig der russische Präsident den Frieden in Europa, die Gesundheit und das Leben der ukrainischen, wie auch der involvierten russischen Menschen gefährdet hat bzw. vernichtet, nur geopolitischer Aspekte wegen. Auch über die Tatsache, dass Putin Empathie- und rücksichtslos insbesondere der Ukraine und nicht zuletzt dem Rest der ganzen Welt droht, sagt viel über die Gefährlichkeit eines solchen Despoten aus, erst Recht im Hinblick allein auf die bloße Existenz der Atomkraftwerke in den Ländern und der Gefahr, zu der diese für uns alle werden könnten. Mit dem Angriff auf die Ukraine hat er seine Maske fallen gelassen. Demokratie ist für ihn nur ein geheucheltes Wort und Regeln sind nur in Ordnung, wenn sie in seine Weltanschauung passen. Putin hat sich als Wolf im Schafspelz entpuppt, lauernd auf seine Chance.

Ich hoffe immer noch, er hat in seinem Plan einen Denkfehler, seine Rechnung nicht mit dem enormen Friedenswillen der Weltbevölkerung gemacht, wie die zahlreichen Demonstrationen gegen diesen Krieg beweisen und dass die wirtschaftlichen Sanktionen seine Pläne wirkungsvoll und nachhaltig durchkreuzen.

Das Senden von Hilfsgütern jeglicher Art ist eine dringend notwendige und unbestreitbar wichtige Handlung, um die Menschen in der Kriegsregion mit den lebenswichtigen Dingen wie Medikamente, Wasser und Kleidung zu versorgen, im weiteren Sinne Unterkunft und/oder sogar Heizung zu ermöglichen.

Vielleicht aber müssen wir etwas mehr tun und den Menschen Hoffnung vermitteln, die sich in den Kriegsgebieten befinden, den Menschen, die sich auf der Flucht aus ihrer Heimat befinden und auch den Menschen, die ukrainische Verwandte, Bekannte oder Freunde haben und die den Friedenswillen, die Hilfsbereitschaft und die Anteilnahme von uns allen in die Ukraine tragen und ihnen damit Kraft geben. Kraft zum Durchhalten, zum Kämpfen und zur Hoffnung, es wird wieder besser werden.

Schlussendlich bleibt nur die Hoffnung auf ein schnelles Ende dieses überflüssigen Krieges, der innige Wunsch, Putin möge zur Besinnung kommen.

Putin, die Ukraine und der Rest der Welt

Ich bin entsetzt. Die Welt hat einem Lügner geglaubt und sich in einem wahnwitzigen Sicherheitsgefühl gewiegt. Der russische Mann, der machtbesessen ist, der einer Vergangenheit mit Bildern eines Weltreiches im Kopf hinterherjagt und dem es völlig egal ist, dafür Menschenleben zu opfern, hat eine Völkerrechtsverletzung besonderen Ausmaßes begangen, indem er in die Ukraine einfiel. Dabei war klar, ein Despot wie Putin würde insbesondere Europa eiskalt ins Gesicht lügen und hinterrücks die Durchsetzung seiner Interessen inszenieren. Er ist ein Mann, der skrupellos andere Länder erpressen will und sich nicht einmal davor scheut, die Welt öffentlich zu bedrohen, sollten sie sich nicht aus seinem Tun heraushalten. Es hilft wenig, wenn sich die Regierungen nun dahingehend äußern, Russland massive Sanktionen auferlegen zu wollen. Dieses hätte längst geschehen müssen. Wirklich getan hat sich nichts. Leere Worte, mit denen Russlands Präsident offenbar gerechnet hat. Während alle Welt sich nur verbal echauffierte, nutzte Putin die Zeit, sich zu wappnen: finanziell, strategisch und militärisch. Vor den Augen Europas stationierte er an der ukrainische Grenze seine Streitkräfte, ist derzeit so gut aufgestellt, dass ihm Europas Sanktionen zumindest kurzfristig wohl eher wenig etwas ausmachen dürften. Ebenso dürfte wohl klar sein, dass gute Appelle und halbherzige Drohungen von westlicher Seite keine Sinnesänderung bewirken werden. Putin ist gefährlich und wird, sollte er sich in die Enge getrieben fühlen, den größtmöglichen Schaden für die Ukraine, wie auch für Russland, schlimmstenfalls darüber hinaus, anrichten. Kaltblütig hat und wird er für das Erreichen seiner Ziele Menschen ins Unglück stürzen. Die Welt muss schnellstens handeln, Russland dort treffen, wo es am nachhaltigsten wehtut und ihn zum Rückzug aus der Ukraine zwingen, damit der Frieden wieder hergestellt wird. Denn kein Interesse der Welt rechtfertigt einen Krieg, der Menschenleben kostet. Ich bin wütend und mehr als betroffen. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine und ihren Freunden und Angehörigen, wo immer sie auf der Welt sein mögen.

Der zivile Ungehorsam

Es ist schon ein wenig befremdlich, wenn eine Person der Politik zivilen Ungehorsam in der Öffentlichkeit propagiert. Ich frage mich da schon, wo dieser zivile Ungehorsam seinen Anfang und sein Ende haben soll. Im Falle der Blockierungen auf verschiedenen Berliner Straßen und Autobahnauffahrten in jüngster Zeit kann man jedenfalls sicher sein, dass sich Toleranz und Akzeptanz bei all denen in Grenzen halten, die stundenlang im Stau stehen mussten, die zur spät zur Arbeit kamen und auch bei denen, die ihren wohlverdienten Feierabend später antreten mussten. Ich denke, erwähnter ziviler Ungehorsam dürfte auch bei denjenigen auf Unverständnis stoßen, die wegen eines Notfalls später Hilfe erhalten, weil Feuerwehr oder Notärzte an einer menschlichen Straßenblockade keine oder eine verzögerte Durchfahrt erhielten. Man darf mich nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen das Sichtbarmachen und den gerechtfertigten Kampf gegen Missstände. Wir leben schließlich in einem demokratischen Land. Aber auch in einer Demokratie muss es Regeln geben und eine dieser Regeln besteht in der Anmeldung von Demonstrationen oder Kundgebungen. Es darf nicht sein, dass sich jeder einfach das Recht für eine, wenn auch individuell als wichtig und richtig empfundene Sache herausnimmt, ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen zu nehmen. Wenn ich Menschen so vor den Kopf haue, muss ich mich nicht wundern, wenn das Gegenwehr erzeugt und schlimmstenfalls neuen Hass unter den Menschen schürt, auch wenn die Motivation für solche Aktionen wie im aktuellen Falle noch so edel erscheinen mag. Meine Vorschlag wäre, hier mit umfassender Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit zu überzeugen, keine Lebensmittel mehr zu verschwenden. Das erzeugt Sympathien und Verständnis und fördert eher eine Bereitschaft sein Kaufverhalten zu überdenken und anzupassen als die gerade praktizierte Holzhammermethode. Der Widerstand gegen eine Verschwendung von Lebensmitteln als moralische Pflicht ist an sich nicht verwerflich, sondern sogar notwendig, aber dieses und den Klimanotstand im allgemeinen als Rechtfertigung für solche Dinge wie zum Beispiel einen massiven Eingriff in den Straßenverkehr zu nutzen schon.

Corona-Demokratie

Zugegeben, auch ich habe die ganze Corona-Situation satt. In den Geschäften muss ich meinen Impfstatus nachweisen, in die Firma komme ich trotz Dreifachimpfung nur mit Negativtest und Fieberkontrollmessung überhaupt zur Tür hinein und den Tag verbringe ich zu einem großen Teil hinter einer FFP-2-Maske. Kein Mensch kann das auf Dauer gut finden. Andererseits sehe ich die Fallzahlen, die wenn auch nicht stetig und konstant ansteigend, jedoch auch nicht auf ein Level sinkend, das eine Aufhebung aller geltenden Maßnahmen rechtfertigen würde. Zahlen, die um ein Vielfaches niedriger wären, würde der Impfstatus der Bevölkerung höher sein. Da werden mit fadenscheinigen, unkonkreten Äußerungen, die den Begriffen Kritik, Argument oder Erklärung nicht einmal ansatzweise gerecht werden. Das Wissen der Impfgegner, Corona-Leugner und auch der – man möge es mir verzeihen – Unbelesenen, wobei ich Facebook & Co. nicht als Informationsquelle für fundiertes Wissen gelten lassen kann, ist nur das propagierte Ergebnis einer Lobby derjenigen, die hinter alles und jedem einen Feind vermuten und ihren Mitläufern, die der irrwitzigen Meinung sind, man müsse die Welt von einer Diktatur befreien und den Verfall der Demokratie aufhalten. Doch Demokratie heißt sinnbildlich „Jede/r für Jede/n. Wer Rechte hat, hat auch Pflichten. Wer etwas will, muss etwas dafür tun. Wenn wir also wieder so leben möchten, wie wir es vor Coronazeiten getan haben, müssen wir alles dafür tun, auch die Rahmenbedingungen dementsprechend zu schaffen. In der Konsequenz bedeutet das in erster Linie Impfen, notfalls eben mit einer Impfpflicht, so wenige wie möglich, aber so viele wie nötige zwischenmenschliche Kontakte und eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Handel und an allen Orten, an denen größere Menschenmengen zusammen kommen. Allen Menschen, die der Meinung sind, auf oder auch nur in der Nähe von Demonstrationen gegen die Regierungsmaßnahmen bei der Bekämpfung der Pandemie zufällig „spazieren gehen“ zu müssen, kann ich nur absolute Dummheit oder aber skrupellose Unverantwortlichkeit gegenüber des menschlichen Lebens assistieren. Sie benutzen teilweise ihre eigenen Kinder als Mittel zum Zweck – schändlich und verantwortungslos.

Warum schreibe ich das, wo ich doch selbst Coronamaßnahmenmüde geworden zu sein scheine. Ich schreibe das, weil es keine Rolle spielt, ob ich etwas überdrüssig geworden bin. Einzig das zu erreichende Ziel, die bedingungslose Bekämpfung der Infektionen und der damit einhergehenden Senkung der Erkrankung mit all ihren Folgeerscheinungen wie Atemnot, Sprach- und/oder Geschmacksverlust, Körperschwäche und viele andere mehr ist der Weg. Die Linderung und Vermeidung des Leids der Betroffenen und ihrer Angehörigen, die Gesundheit der Menschen, das ist das Nonplusultra, dem sich alles auf dem Weg dahin unterzuordnen hat. Ob mir das nun gerade in den Kram passt oder nicht!

Es ist für mich nicht hinnehmbar, von Menschen beleidigt, angepöbelt, angespuckt zu werden oder aber gewalttätigen Angriffen ausgesetzt zu sein. Ich bin da kein Einzelfall. Damit könnte ich vielleicht noch umgehen. Aber wenn die Mitarbeiter/innen der Arztpraxen, der Krankenhäuser, Altenheime, des Einzelhandels oder der Polizei „Opfer“ dieser sogenannten demokratiebesorgten Bürger werden, ist dem mit allem was unser Rechtsstaat hergibt entgegenzuwirken. Meinungsfreiheit ja, aber bitte mit konstruktiven Vorschlägen etwas anders und besser machen zu können und selbstverständlich fair und sachlich. Seit zwei Tagen liegt eine junge Frau aus meiner Familie im Krankenhaus. Corona. Überwachungsstation. Es geht ihr nicht gut. Beruf: Stationsleitung in einer Berliner Klinik. Im Vorfeld ebenfalls beleidigt, angespuckt, angepöbelt, infiziert durch Menschen, die nicht geimpft waren. Ihren Job machte sie trotzdem. Ihr halfen weder das Klatschen auf den Balkonen der Stadt noch die Teilnehmer der Demos gegen die Corona-Maßnahmen. Ihr helfen nur gesunde Ärzte und gesunde Angehörige. Uns allen hilft ein ausreichender Impfschutz, ein wenig Empathie und die große Leistung, sich selbst ein wenig zurück zu nehmen, damit ein/e andere/r einen kleinen Vorteil haben kann und, in der vorliegenden Situation, wir alle zu einer ersehnten Normalität zurückkehren können. Das ist eine Gesellschaft und das ist Demokratie.

All Das In Mir – Zwei Tage

Dies ist die erste lyrische Geschichte aus meinem Buch „All Das In Mir“.

Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Anschauen.

Mikowbook hisst die Regenbogenfahne zu den Pride Weeks 2021

Die Neue Nationalgalerie – Neuer Glanz in altem Design

Sechs Jahre Bauzeit und 140 Millionen Euro, das ist die Zeit- und Kostenbilanz für die Sanierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin. Die 250 Quadratmeter Ausstellungshalle unter dem eindrucksvollen Stahldach, von 8 Säulen getragen, erstrahlt in neuem Glanz, ohne das am ursprünglichen Aussehen etwas verändert wurde. Lediglich die Pfosten der Fassade aus Stahl und Glas wurden dem heutigen Stand der Technik angepasst und verhindern nun das Reißen der Glasfronten bei Temperaturunterschieden, ebenso wurde dickeres Sicherheitsglas verbaut, Altlasten, wie Asbest wurde entfernt und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Zahlreiche Originalteile wurden restauriert und wieder verwendet. Andere Bau- und Einrichtungsteile sind zwar neu, wurden aber nach den Originalen gefertigt. Der Spagat zwischen Modernisierung und Erhalt des Originalbaus scheint perfekt gelungen zu sein. Mies van der Rohe, der 1962 den Auftrag für den Entwurf der Nationalgalerie bekam, hätte seine helle Freude gehabt. Am 29. April war die Schlüsselübergabe und ab August wartet das Gebäude wieder auf zahlreiche Kunstinteressierte mit seiner ersten Ausstellung. Gerade in der Coronazeit ist es wichtig, die Kunstszene zu erhalten und wieder lebendig werden zu lassen und nicht zuletzt darum freue ich mich auf diese Ausstellung ganz besonders.